Überblick
Von Kolkata (Calcutta), Hauptstadt des ostindischen Bundesstaates Bengalen, geht es hinauf ins berühmte Teeanbaugebiet von Darjeeling. Im Berggebiet ist bei guter Sicht der Kanchenjunga (8.597m) zu sehen, dritthöchster Berg der Welt. Der winzige ehemalige Fürstenstaat Sikkim wurde 1975 als 22. Bundesstaat der Indischen Union angegliedert. Sikkim bedeutet in Sanskrit "etwas bergiges". Tropische Wälder, Rhododendren, Orchideengewächse, sprudelnde Quellflüsse, mittelalterliche Klöster und im Wind flatternde Gebetsfahnen prägen die Szenerie. Das Himalaya-Königreich Bhutan heißt in Landessprache Druk-Yul (Land der Drachen). Als Tsangpa Gyare Yeshe Dorji (1161 – 1211) im 12. Jh. ein neues Kloster in Zentraltibet baute und es laut donnerte, was dies für Ihn die Stimme eines Drachens (druk).
Im 8. Jh. wanderte der Tantrist Guru Padmasambhava, in Tibet und Bhutan als Guru Rinpoché (Wertvoller Meister) bekannt, vom Swat-Tal (heute Pakistan) nach Tibet und Bhutan und stellte hier den tantrischen Buddhismus vor, der sich mit dem Kult der Bonreligion Tibets (Schamanismus mit Glauben an Götter, Geister und Dämonen) vermischte. Als einziges Land Asiens ist in Bhutan die tantrische Form des Mahajana-Buddhismus offizielle Staatsreligion. Noch immer spielen Geisteranbetung, Hexen- und Dämonenbeschwörung, rituelle Tänze eine große Rolle bei den Festlichkeiten. Der spirituelle Einfluss ist überall im Lande spürbar. In den Dzongs, den trutzigen Klosterburgen aus dem 16./17. Jh., lagern wertvolle Kunstschätze. Die Architektur der Häuser erinnert an die Schweiz: Kunstvoll, ohne Nägel errichtete Fachwerkhäuser und mit Steinen beschwerte Schindeldächer, umgeben von Hochweiden und Wäldern.




